So gehen Sie im Web niemandem ins Netz!

So gehen Sie im Web niemandem ins Netz!

Mit diesen Tipps schützen sich Erwachsene und Kinder vor den Gefahren im Internet.

In den 25 Jahren seines Bestehens hat sich das Internet nicht nur zu einer schier unerschöpflichen Informationsquelle, sondern auch zu einem riesigen Tummelfeld für Online-Betrügereien und Cyberkriminalität entwickelt. Doch mit ein paar Vorsichtsmassnahmen können Sie sich vor den potenziellen Gefahren im World Wide Web wirkungsvoll schützen. Seien Sie stets wachsam und hinterfragen Sie die Quellen im Netz. Wenn Sie die Sicherheitstipps der nachstehenden Checkliste beachten, können Sie sich beruhigt durchs Web klicken.

Beim Surfen nicht untergehen

  • Achten Sie auf sichere, verschlüsselte Verbindungen – besonders, wenn es um finanzielle Angelegenheiten geht, wie beim E-Banking oder Online-Shopping. Aber auch, wenn Sie vertrauliche oder persönliche Daten über ein Online Formular übermitteln, sollten Sie dies nur tun, wenn die entsprechende Seite über eine SSL-Verschlüsselung verfügt. Eine so gesicherte Verbindung erkennen Sie am Schlosssymbol und dem Kürzel «https://» vor dem Domainnamen bei der Adresszeile im Browser.

 

  • Geben Sie persönliche Daten online grundsätzlich nur mit grösster Zurückhaltung und bei eindeutig vertrauenswürdigen Websites bekannt. Werfen Sie einen Blick auf die Kontaktadresse im Impressum oder die AGBs. So können Sie die Seriosität einer Webseite meistens gut einschätzen.
  • Über WLAN-Hotspots zugängliche öffentliche Netzwerke stellen meist ein besonders Risiko dar. Verzichten Sie hier wenn möglich auf den E-Mailversand, Online-Shopping oder E-Banking.
  • Meiden Sie Gewinnspiele auf Seiten, die Ihnen nicht vertraut sind. Häufig dienen sie den Veranstaltern nur dazu, an Mail-Adressen zu gelangen. Der Adresshandel ist ein profitables Geschäft. Und Sie werden in der Folge mit Spam in Form von unerwünschten Werbeinformationen oder gar mit Phishing Mails eingedeckt!

Im Fall der Fälle nicht in die Mail-Falle tappen

  • Von einer Ihnen nicht vertrauten Adresse erhalten Sie eine Mailnachricht in welcher Sie „motiviert“ werden, den oft provokativen Anhang (z.B. Bestellbestätigung, Strafandrohung etc.) anzusehen. Vorsicht! Das Öffnen von unbekannten E-Mail-Anhängen birgt grosse Gefahren, weil so Schadprogramme verbreitet werden können. Also Hände weg: nicht anklicken, nicht öffnen und nicht weiterleiten – sondern ganze Mailnachricht löschen!
  • Vorsicht vor «Phishing»: Mit täuschend echt gefälschten E-Mails von Banken oder anderen Institutionen versuchen Betrüger an sensible Informationen wie Passwörter oder Kontonummern zu gelangen. Meist wird vorgegaukelt, dass die Sicherheit des Kontos gefährdet sei, wenn man den Anweisungen nicht Folge leistet. Doch: Keine seriöse Institution wird Sie je per E-Mail auffordern, Ihre persönlichen Daten zu aktualisieren. Klicken Sie nicht auf solche Links. Geben Sie im Zweifelsfall die URL manuell in den Browser ein oder rufen Sie den Absender lieber an. Denn Achtung: Hier droht Identitätsdiebstahl!

«Gratis» am Ende nicht teuer bezahlen

  • Riskieren Sie nicht, dass Gratisprogramme aus dubiosen Quellen Ihren Computer infizieren. Schadprogramme sind für den Laien nur schwer zu erkennen. Software sollten Sie daher nur von vertrauenswürdigen Webseiten beziehen – wenn immer möglich direkt von der Download-Seite eines anerkannten Herstellers.
  • Die regelmässige Aktualisierung Ihrer Software und Apps auf dem Smartphone oder Tablet sorgt dafür, dass Sicherheitslücken im Betriebssystem, beim Browser oder bei Ihren Anwenderprogrammen geschlossen werden. Am bequemsten sind automatische Updates. Selbst kostenpflichtige Updates kommen billiger zu stehen, als ein eingefangener Virus.
  • Verwenden Sie für jeden Online Dienst ein anderes Passwort und wechseln Sie dieses regelmässig. Benutzen Sie dafür anerkannt sichere Passwörter. Wie Sie solche generieren können, finden Sie hier. Speichern Sie Ihre Passwörter in einer sicheren Passwortverwaltung, z.B. mit dem Data Safe von Biella SimplyFind kostenlos integrierten Passwortmanager.
  • Installieren Sie eine Antivirensoftware. Diese Programme wehren Viren, Trojaner und andere sogenannte MaleWare zuverlässig ab. Auch diese Schutzprogramme sollten am besten per Auto-Update regelmässig aktualisiert werden. Seien Sie dennoch wachsam. Denn: Nicht jede neueste Schadsoftware wird von Virenscannern erkannt.
  • Backups auf einer sicheren Cloud Plattform, einer externen Festplatte oder NAS verhindern den SuperGAU: Speichern Sie Ihre Dateien nicht nur lokal auf Ihrer Festplatte. Erstellen Sie regelmässig Kopien auf externen Datenträgern oder auf einer hochsicheren Cloud. So können bei einem Hacker-Angriff oder einem Festplatten Crash die Daten wieder hergestellt werden.

Und das Wichtigste: Schützen Sie die Jüngsten!

  • Als Eltern sollten Sie frühzeitig dafür sorgen, dass ihre Kinder lernen, verantwortungsvoll mit dem Internet umzugehen und die Inhalte zu hinterfragen.
  • Kinder sollten nie oder nur sehr zurückhalten persönliche Daten (Name, Alter, Fotos von sich selber, E-Mail und Post-Adresse, Telefon Nr. etc.) von sich Preis geben.
  • Stellen Sie den Computer nicht ins Kinderzimmer, sondern an einen einsehbaren Ort im Wohnbereich. So haben Sie automatisch mehr Einblick in die Online-Aktivitäten Ihres Nachwuchses.
  • Als Startseite sollten Sie eine Kindersuchmaschine wie «www.blinde-kuh.ch», «Helles Köpfchen» oder «fragFINN» einrichten. Hier finden Kinder altersgerechte Antworten auf ihre Fragen.

Mit einem Kinderschutzprogramm wie Parental Control (Mac), Family Safety (Windows) oder Kaspersky Safe Kids (alle Endgeräte) können Sie die Internetnutzung Ihrer Kinder überwachen und mit Filtern einschränken. Weitere Tipps im Umgang von Kindern mit dem Internet finden Sie hier:

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